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Wie sie Ihr Heim smart schützen: Darauf kommt es an

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Früher hatten Hausbesitzer einen Wachhund. Heute übernehmen es Sensoren und Kameras, Einbrecher zu erkennen und zu vertreiben. Einbruchschutz mit Smart Home hat viele unterschiedliche Facetten.

Stellen Sie sich vor, Sie liegen am Strand. Plötzlich meldet sich Ihr Smartphone: Einbruchalarm! In der App werfen Sie einen Blick in Ihr Wohnzimmer und entdecken tatsächlich einen Dieb. Sie alarmieren in Sekundenschnelle den privaten Sicherheitsdienst und die Polizei. Die Einbrecher werden auf frischer Tat ertappt.

Klingt wie aus einem Science-Fiction-Film? Keineswegs. Dieses Szenario gibt es schon heute. Immer mehr Menschen schützen ihr Heim mit Smart-Home-Produkten. Im vergangenen Jahr machten die Deutschen laut einer Statista-Umfrage 6,1 Millionen Häuser und Wohnungen mit smarten Geräten sicherer und gaben dafür 2,5 Milliarden Euro aus.

Höchste Zeit also, das Thema Smart Home genauer zu beleuchten. Wir klären die wichtigsten Fragen um den „intelligenten“ Einbruchschutz und sagen Ihnen, wie Sie sich und Ihr Heim am besten schützen.

Was ist Einbruchschutz mit Smart Home?

Unter dem Begriff Smart Home versteht man technische Systeme, die in Häusern und Wohnungen zum einen den Komfort, zum anderen die Sicherheit erhöhen. Viele Geräte mit Smart-Home-Funktionen lassen sich mit dem Handy steuern. Ein beliebtes Beispiel dafür sind Heizungen, die sich von der Ferne ein- und ausstellen lassen. Typischerweise werden die verschiedenen Smart-Home-Komponenten in einem Haus vernetzt und zu einem System zusammengeführt.

Was kann Smart Home für den Einbruchschutz leisten?

Es gibt die unterschiedlichsten Produkte und Anwendungsmöglichkeiten auf dem Markt. Die Polizei empfiehlt allerdings nur zwei Gebiete, bei denen Smart Home zum Einsatz kommen sollte. Zum einen ist laut der Polizei-Initiative „k-einbruch“ der Einsatz der Technik sinnvoll, um Anwesenheit im Haus zu simulieren. Das geschieht zum Beispiel durch die Steuerung von Licht und Rollläden. Dem Einbrecher wird also vorgegaukelt, dass die Bewohner des Hauses da sind.

Zum anderen dient Smart Home als effektives Informationssystem. Bei Auffälligkeiten bekommen Sie eine Push-Nachricht aufs Handy. Sie können den Alarm dann selbst überprüfen, beispielsweise über ein Kamerasignal. Einige Systeme benachrichtigen automatisch einen Sicherheitsdienst.

Was kann Smart Home nicht?

Experten warnen davor, die Möglichkeiten von Smart Home zu überschätzen. Auch die Polizei betont, dass der herkömmliche Einbruchschutz durch nichts zu ersetzen ist. Das heißt: Investitionen in gute Schlösser, einbruchhemmende Fenster und eine Alarmanlage bleiben sinnvoll. Wenn Sie sich allein auf Smart Home verlassen, verkürzen sie zwar die Zeit für die Einbrecher. Besser aber, Sie verhindern den Einbruch, bevor er stattfindet.

Produkte für den Einbruchschutz mit Smart Home

Es gibt eine Vielzahl von technischen Geräten, die über ein Netzwerk gesteuert werden können. Grundsätzlich gilt die Regel: Alles, was Strom bezieht, kann smart gesteuert werden. Zu den beliebtesten Smart-Home-Produkten beim Einbruchschutz zählen:

Steuerung von Licht und Rollläden

Per Smart Phone können Sie ganz einfach Ihre Anwesenheit simulieren. Steuern Sie beispielsweise morgens und abends die Rollläden. Dazu geht immer mal wieder das Licht an – und Sie können sogar den Fernseher einschalten.

Steckdosen

Mit einer smarten Steckdose können Sie Geräte beliebig aus der Ferne steuern. Sie können auch als günstige Anwesenheitssimulation genutzt werden. So können Sie Lampen über die Steckdose steuern – damit es so aussieht, als wären Sie zu Hause.

Sensoren an Fenstern und Türen

Über Kontakte erkennt das Sicherheitssystem jederzeit, ob ein Fenster oder eine Tür offen oder geschlossen ist. Wenn sich der Status ändert, während Sie nicht zu Hause sind, könnten Einbrecher am Werk sein.

Kameras

Überwachungskameras gibt es in vielen Arten und Formen und können sowohl innen als auch außen angebracht werden. Sie sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet und melden verdächtige Aktivitäten.

Alarmanlage mit Smart Home

Alle Funktionen zusammengefasst finden Sie in modernen Alarmsystemen. Oftmals sind sie mit 360-Grad-Kameras und Bewegungssensoren ausgestattet. Dazu kommt die automatische Erkennung der Stellung von Türgriffen, etwa bei einer Tür zur Terrasse.

Gibt es eine Förderung für Smart Home?

Der Staat fördert den Einbruchschutz über die KfW. Sie können wählen zwischen einem Förderzuschuss oder einem zinsgünstigen Kredit, wenn Sie mindestens 500 Euro für den Einbruchschutz ausgeben. Dabei geht es nicht ausdrücklich um Smart Home, sondern um den allgemeinen Einbruchschutz. Viele Produkte können aber mittlerweile im Netz gesteuert werden.

Wie sieht das Smart Home der Zukunft aus?

In der Entwicklung von Smart Home steckt eine ungeheure Dynamik. Jedes Jahr kommen zig neue Produkte auf den Markt. Experten gehen davon aus, dass alles was im Moment zu haben ist, erst der Anfang der Digitalisierung im Bereich der smarten Steuerung von Häusern und Wohnungen ist.
Gut möglich also, dass in zehn bis zwanzig Jahren das herkömmliche Schloss mit Zylinder in den meisten Häusern ausgedient hat. Stattdessen werden Türen über Gesichtserkennung und Fingerabdruck geöffnet. Familie und Freunde werden vom Haus erkannt, Fremde müssen erst um Einlass bitten.