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So sehen sie aus: Die neuen 100- und 200-Euro-Scheine

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Die Europäische Zentralbank führt neue 100- und 200-Euro-Banknoten ein und vervollständigt damit die zweite Europa-Serie. Die neuen Geldscheine werden am 28. Mai 2019 in Umlauf gebracht. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Geldscheine und zeigen schon jetzt, wie die neuen Banknoten aussehen.

Ein kurzer Blick zurück ...

Den Start legte die neue 5-Euro-Banknote am 2. Mai 2013 hin. Es folgten der neue 10-Euro-Schein im September 2014 und im Folgejahr der neue 20-Euro-Schein. 2017 wurde der neue 50-Euro-Schein eingeführt. Am 17. September 2018 stellte die Europäische Zentralbank die zweite Generation der 100- und 200-Euro-Banknoten vor.

Warum gibt es die neuen Euro-Banknoten?

Nach einer gewissen Zeitspanne müssen auch Banknoten an die neuen technischen Möglichkeiten angepasst werden. Nur so ist gewährleistet, dass sie den neuesten Sicherheitsstandards gerecht werden. Das Fälschen der Geldscheine wird so für Betrüger erschwert.

Welche Neuheiten bringen die Banknoten mit sich?

Alle Euro-Banknoten der zweiten Generation haben neue Features. So gibt es auch bei den 100- und 200-Euro-Banknoten Änderungen. Was bleibt: Wie bei den 20- und 50-Euro-Noten enthalten sie ein Wasserzeichen und ein „Porträtfenster“ der Figur Europa.

Doch die neuen 100- und 200-Euro-Scheine haben auch etwas ganz Besonderes: Auf dem Folienstreifen befindet sich ein sogenanntes „Satelliten-Hologramm“. Das heißt so, weil sich Euro-Zeichen satellitenartig um die Wertzahl bewegen, wenn man die Scheine kippt. Die Smaragdzahl, welche bisher nur Ihre Farbe beim Kippen geändert hat, wurde überarbeitet. Bei den neuen Scheinen sind Euro-Symbole auf der Smaragdzahl zu erkennen.

Zudem wurde die Höhe der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten verringert. Sie sind nun genauso hoch wie die 50-Euro-Note. Die Scheine passen dadurch besser ins Portemonnaie, knicken weniger und nutzen sich nicht so schnell ab. Die Breite der Scheine unterscheidet sich aber weiterhin, sodass man von der Breite der Banknoten den Wert der Scheine ableiten kann.

Warum sind die höheren Banknoten nicht lackiert?

Lediglich die zwei kleinsten Banknoten, also die Fünf- und Zehn Euro-Scheine der zweiten Euro-Serie, sind mit einem Speziallack überzogen. Dadurch sollen die kleineren Stückelungen haltbarer gemacht werden, denn diese wechseln besonders oft den Besitzer und nutzen sich dadurch schneller ab. Bei den höheren Banknotenwerten verzichtet man auf den Speziallack, da man von einer geringeren Abnutzung ausgeht.

Welchen Anteil haben die 100- und 200-Euro-Banknoten?

Derzeit befinden sich rund 21,7 Milliarden Euro-Scheine im Umlauf. Davon sind rund 2,7 Milliarden 100-Euro-Banknoten, was einen Anteil von etwa 12 Prozent der im Umlauf befindlichen Stücke ausmacht. Hingegen ist die Anzahl der im Umlauf befindlichen 200-Euro-Scheine recht gering - knapp 251 Millionen Stück - lediglich rund ein Prozent aller Scheine im Umlauf.

Der 100-Euro-Schein ist, nach dem 50-Euro-Schein, die zweitwichtigste Banknote im gesamten Euroraum. In Deutschland ist hingegen der 20-Euro-Schein von größerer Bedeutung. Die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen 100-Euro-Scheine steigt um rund 7,3 Prozent pro Jahr.

Wann kommen die neuen Scheine in Umlauf?

Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten werden am 28. Mai 2019 in Umlauf gebracht. Zuvor sollen Polizei, Banken, Händler und Automatenhersteller die Möglichkeit bekommen, Geräte und Personal auf die neuen Banknoten einzustellen. Als der neue Fünf-Euro-Schein im Jahr 2013 als Vorreiter in Umlauf gebracht wurde, kam es teilweise zu Annahmeproblemen.

Wieso wird es keinen neuen 500-Euro-Schein geben?

Der EZB-Rat hat im Mai 2016 beschlossen, dass die zweite Europa-Serie keinen neuen 500-Euro-Schein enthalten wird. Die Ausgabe der 500-Euro-Scheine wird Ende 2018 eingestellt. Die EU erhofft sich dadurch, die Terrorismusfinanzierung und Schwarzarbeit einzudämmen. Die noch im Umlauf befindlichen 500-Euro-Banknoten behalten aber ihren Wert. Sie bleiben ein gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbefristet umtauschbar sein.

Und wie sehen die neuen Scheine nun genau aus?

Auf der Website der Europäischen Zentralbank können Sie sich die Banknoten interaktiv aus allen Richtungen ansehen.

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