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Kurz erklärt: Die Arbeitnehmersparzulage

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Sperriger Name, gute Sache: die Arbeitnehmersparzulage. Damit fördert der Staat die Sparleistung der Bürgerinnen und Bürger. Lesen Sie hier, in welchem Fall Sie das Geld bekommen.

Sparen ist nicht gleich Sparen. Arbeitnehmer, die beim Sparen staatlich gefördert werden wollen, müssen in ein sogenanntes VL-Produkt einzahlen, zum Beispiel in einen Fondssparplan oder einen Bausparvertrag. VL steht für vermögenswirksame Leistungen. Diese zahlt der Arbeitgeber, und zwar maximal 40 Euro im Monat. Ob Sie darauf Anspruch haben, steht im Tarifvertrag, in der Betriebsvereinbarung oder in Ihrem Arbeitsvertrag.

Die Arbeitnehmersparzulage können Sie dann beantragen, wenn Sie beim Fondssparen bis zu 20.000 Euro oder beim Bausparen maximal 17.900 Euro zu versteuerndes Einkommen im Jahr haben; bei Verheirateten gelten die doppelten Beträge. Bei Aktienfonds zahlt der Staat höchstens 80 Euro pro Jahr, bei einem Bausparvertrag maximal 43 Euro pro Jahr hinzu. Arbeitnehmer können die beiden Zulagen übrigens nebeneinander in Anspruch nehmen.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln plädiert übrigens dafür, die Einkommensgrenzen anzuheben. So sollen mehr Arbeitnehmer die staatliche Prämie beantragen können.