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Geldautomat feiert seinen 50. Geburtstag in Deutschland

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Wie funktioniert eigentlich ein Geldautomat?

Der Geldautomat feiert 2018 in Deutschland bereits seinen 50. Geburtstag. Seither hat sich die Technik natürlich gravierend weiterentwickelt. Wir erklären Ihnen die Funktionsweise der Automatengeneration von heute und auch, was im Inneren passiert, bevor die Scheine im Ausgabeschacht landen. Übrigens: Die Sparkassen stellen in Deutschland rund 25.000 Geldautomaten bereit – so viele wie kein anderes deutsches Kreditinstitut.

Deutschland ist das Land des Bargelds. In vielen anderen Ländern ist es bereits Standard, auch kleinere Beträge mit Giro- (Debit-), Kreditkarte oder mobil zu zahlen. Doch die Deutschen hängen an ihren Scheinen und Münzen. Und wo gibt es unser geliebtes Bargeld? Klar, im Geldautomaten um die Ecke.

50 Jahre deutscher Geldautomat

Wer hätte das gedacht: Im Jahr 2018 feiert der deutsche Geldautomat wirklich bereits seinen 50. Geburtstag. Das erste Modell dieser Revolution im Bargeldverkehr hat im Mai 1968 die Kreissparkasse Tübingen in Betrieb genommen. Seitdem hat sich viel getan. Die Automaten sind vor allem schneller und sicherer geworden.

So kommt das Geld in den Geldautomaten


Damit Sie zuverlässig mit Geld versorgt werden, braucht es aber noch mehr als den Automaten selber. Zum Beispiel muss er mit Bargeld befüllt werden. Und so geht’s: Als Erstes wird das benötigte Geld bei der Bundesbank bestellt. Eine Software im Automaten weiß, wie viele Scheine noch vorrätig sind. Sie errechnet die optimale Menge für die nächste Befüllung und auch den nächsten Befüllzeitpunkt. Es gibt Bankautomaten, die pro Woche mehrere Male befüllt werden müssen; an weniger belebten Standorten reicht beispielsweise oft eine vierzehntägige Befüllung aus.

Die gewünschte Summe wird daraufhin bei der Bundesbank bestellt und dort gezählt. Anschließend fährt ein Unternehmen für Werttransporte das Bargeld in ein Cashcenter. Von dort aus bringen es Geldtransporter zu den Geldautomaten. Deren Mitarbeiter tauschen entweder die leeren Geldkassetten gegen volle aus oder befüllen die leeren Kassetten neu. Damit das Geld nie ausgeht, sind die Mitarbeiter der Bundesbank und der Transportunternehmen von früh bis spät im Einsatz – natürlich immer mindestens zu zweit.

Und so kommt das Geld wieder raus


Sie kennen das: girocard (Debitkarte) oder Kreditkarte in den Schlitz, Betrag auswählen, PIN eingeben, und schon spuckt der Geldautomat die gewünschten Scheine aus – so funktioniert eine Bargeldauszahlung weltweit. Später wird der gleiche Betrag von Ihrem Girokonto abgebucht. Gleichzeitig - für Sie unsichtbar - passiert aber noch viel mehr: In dem Moment, in dem Sie Ihre Karte in den Automaten einführen, liest er den Chip Ihrer Karte.

Dadurch weiß er, wer Sie sind, welches Ihr Finanzinstitut und was Ihre Kontonummer ist. Als nächstes schickt der Computer im Geldautomaten Ihre Daten an das Rechenzentrum der Sparkasse oder Bank, bei der Sie sich gerade Geld auszahlen lassen möchten. Dort werden Ihre Kartendaten erkannt, so dass Sie anschließend die zur Karte gehörige PIN eingeben müssen. Ist das geschehen, nimmt der Automat Kontakt zu einem Zentralrechner auf und überprüft Ihre Geheimnummer. Er überprüft auch, ob Ihr Konto ausreichend gedeckt ist.

Stimmen sowohl Ihre PIN als auch der gewünschte Betrag, greift der Geldautomat auf die vier bis acht Bargeldkassetten im Inneren zu. Die entsprechende Geldmenge wird gezogen und über Transportbänder ins Ausgabefach befördert. Sensoren überprüfen, wie viele Scheine sich bewegen und ausgegeben werden. Sie merken auch, wenn Scheine aneinanderkleben. Fehlerhafte Scheine wandern zurück in eine Extra-Kassette. Hier landet übrigens auch das Geld, wenn Sie vergessen es mitzunehmen.

Bevor sich die Ausgabeklappe öffnet, kommt Ihre Giro- oder Kreditkarte wieder heraus. Sobald Sie diese entnehmen, öffnet sich der Schacht. Entnehmen Sie Ihre Karte nicht, kommt kein Geld heraus. Ihre Karte wird aus Sicherheitsgründen nach kurzer Zeit eingezogen.

So sicher ist ein Geldautomat der Sparkasse


Diese Information wird Sie sicher nicht überraschen: Geldautomaten sind beliebte Ziele von Kriminellen. Immer wieder kommt es zu Sprengstoffanschlägen, Aufbruchsversuchen oder Manipulationen von Hard- oder Software. Doch ob ein solcher Angriff gelingt, hängt auch davon ab, wie gut ein Automat gesichert ist.

Hier entscheidet jedes Finanzinstitut selbst: Welche Vorkehrungen treffen wir, um es Kriminellen schwer zu machen? Was tun wir, damit unser Kunde sicher ist? Alle Geldautomaten bestehen aus Metall oder Kunststoff. Der Tresor im Inneren ist mehrlagig aus Stahl und Mineralverbund gearbeitet. Je nach Bauart kommt man so auf 500 bis 1000 Kilogramm Gewicht.

Die Sparkassen statten ihre Automaten zusätzlich mit einem Sprengschutz aus und führen regelmäßige Software-Updates durch. Kameras sorgen dafür, Betrüger zu identifizieren und einfacher zu finden.