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Berufsunfähigkeitsversicherung: Das sind die Alternativen

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Für die meisten Menschen ist die eigene Arbeitskraft das größte Kapital, das sie besitzen. Bei der Absicherung dieses Werts ist in der Regel die Berufsunfähigkeitsversicherung die erste Wahl. Doch was kann man tun, wenn diese Option verwehrt wird? Wir zeigen Alternativen.

ie Summe, die ein Mensch im Lauf seines gesamten Arbeitslebens verdient, überschreitet schnell die Millionen-Euro-Grenze. Da ist es nur konsequent, diesen Wert zu versichern. Doch nicht jeder Arbeitnehmer erhält eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Probleme bereiten häufig Vorerkrankungen, die zu Aufschlägen auf die Versicherungsprämie oder dem Ausschluss der Versicherbarkeit führen. Die folgenden Alternativen gibt es dann:

Unfallversicherung

Sie zahlt, wenn der Versicherte durch einen Unfall einen dauerhaften Körperschaden erleidet. Je nach Vertragsgestaltung gibt es einen Einmalbetrag oder eine Unfallrente. Leistungen wie Krankentagegeld oder Krankenhaustagegeld können zusätzlich vereinbart werden. Diese Versicherung ist besonders empfehlenswert für Personen mit einem hohen Unfallrisiko, ob das nun beruflich (z. B. Dachdecker) oder privat (z. B. Motorradfahrer) bedingt ist.

Schwere-Krankheiten-Versicherung

Auch bekannt als „Dread-Disease-Police“. Sie zahlt eine einmalige Versicherungssumme, wenn eine der versicherten schweren Krankheiten eintritt, z. B. Herzinfarkt oder Krebserkrankung. Der Versicherte kann über das Geld frei verfügen. Es spielt keine Rolle, ob er seinen Beruf noch ausüben kann oder nicht. Besonders sinnvoll für Selbstständige, die keine oder nur geringe Zahlungen aus der gesetzlichen Versicherung zu erwarten haben.

Grundfähigkeitsversicherung

Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn der Versicherte eine oder mehrere der versicherten Grundfähigkeiten (z. B. Sehen, Sprechen oder Beine gebrauchen) für mindestens 12 Monate verliert. Dann gibt es eine monatliche Rente in der vereinbarten Höhe. Die Ursachen für den Verlust der Grundfähigkeit (durch Unfall, Krankheit etc.) sowie die tatsächliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sind unerheblich. Empfehlenswert bei Personen mit Vorerkrankungen, vor allem in anderen als den versicherten Bereichen.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Diese private Versicherung kann zusätzlich zum Pendant der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Denn aus der staatlichen Absicherung gibt es nur unter sehr restriktiven Bedingungen eine geringe Erwerbsminderungsrente. Eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente und erhöht damit die Gesamtrente, wenn der Versicherte für mindestens sechs Monate nur bis maximal drei Stunden täglich arbeiten kann.

Funktionelle Invaliditätsversicherung

Sie stellt in der Regel eine Mischung aus Unfall-, Grundfähigkeits- und Schwere-Krankheiten-Versicherung dar und zahlt im Ernstfall eine Rente. Die Funktionelle Invaliditätsversicherung hilft, wenn der Versicherte schwere Schäden an inneren Organen erleidet, wichtige körperliche Grundfähigkeiten verliert, invalide oder pflegebedürftig wird. Bestimmte Erkrankungen sind mitversichert, etwa Lähmungen an den Gliedmaßen oder psychische Störungen.

Wichtiger Hinweis

Verschweigen Sie in Ihrem Antrag keine Vorerkrankung – weder bei der Berufsunfähigkeitsversicherung noch bei den Alternativen. Sonst riskieren Sie den Versicherungsschutz.