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Schenken oder lieber vererben? Nicht nur eine steuerliche Frage ...

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Freude über ein volles Haus und sehr interessierte Zuhörer (von links): Vorstandsvorsitzender Norbert Lienhardt und die beiden Referenten Christian Krauß von der Bayerischen Versicherungskammer und Notar Wolfgang Grosser. Foto: Manfred Hailer

Erneut volles Haus bei Kundenveranstaltung der Sparkasse Pfaffenhofen mit Notar Grosser

Nach dem Tod vererben oder lieber doch bereits zu Lebzeiten schenken? Eine Frage, die offensichtlich sehr viele Menschen bewegt. Am Donnerstagabend löste die Sparkasse Pfaffenhofen nun ihr Versprechen ein, eine zweite Kundenveranstaltung zu diesem Thema mit den Referenten Notar Wolfgang Grosser und Versicherungsexperte Christian Krauß, Direktionsbeauftragter Verkauf bei der Versicherungskammer Bayern, zu organisieren. Die zahlreichen Interessenten, die im März 2018 zu spät gekommen waren, hatten bei der Wiederholung des Abends natürlich „Vorbuchungsrecht“.

Vorstandsvorsitzender Norbert Lienhardt freute sich in seinen Begrüßungsworten über rund 170 Zuhörer im Casino und damit erneut ein volles Haus. Der Sparkassen-Chef stimmte mit ein paar Zahlen auf den Abend ein. Er wies unter anderem darauf hin, dass das Vermögen der Deutschen – wie erst vor wenigen Wochen durch die Medien gegangen ist – kontinuierlich steigt und mit knapp 6 Billionen Euro Rekordniveau hat. Außerdem zeigte er auf, wie privilegiert Schenkungen gegenüber Erbschaften steuerlich sind.

Ist eine Schenkung also grundsätzlich die bessere Alternative für den geplanten Vermögensübergang? Unter bestimmten Voraussetzungen ja, so pauschal lässt sich das aber nicht sagen. Notar Wolfgang Grosser zeigte auf, was für eine Schenkung sprechen kann, aber auch was ihr vielleicht entgegensteht und besonders gut überlegt sein muss. Der große Vorteil einer Schenkung: Sie ist eine gute Möglichkeit, um im Vergleich zur Erbschaft erheblich Steuern zu sparen. Sie birgt aber auch Gefahren in sich.

„Die mögliche Steuerersparnis sollte nicht das Haupt- bzw. einzige Motiv für eine Schenkung sein.“- Wolfgang Grosser, Notar

So bedeutet die Schenkung den sofortigen Vermögensverlust, der im Zweifelsfall nicht so einfach rückgängig gemacht werden kann. Anders als das Testament, das man zu Lebzeiten jederzeit wieder ändern könne. Die „Botschaft“ des Abends war schließlich: Eine Schenkung kann viele Vorteile bringen, aber nur wenn sie wohl überlegt und strategisch gut geplant ist. Vor allem müssen die steuerlichen Aspekte mit einem Steuerberater geklärt und die genauen Modalitäten in einem notariellen Vertrag festgehalten werden.

Christian Krauß, Direktionsbeauftragter Verkauf bei der Bezirksdirektion Oberbayern West der Versicherungskammer Bayern, beleuchtete speziell die Übertragung von Kapitalvermögen. Er zeigte den Zuhörern auf, wie man mit einer intelligenten Versicherungslösung teils hohe Steuersummen sparen kann. Es schloss sich noch eine kurze Diskussion an, in der ein paar Aspekte noch einmal vertieft wurden. Das Schlusswort gehörte dann noch einmal dem Sparkassen-Chef:

Sie brauchen also, wie wir gehört haben, auf jeden Fall den Notar und Ihren Steuerberater – und als Dritten im Bunde natürlich Ihren Berater bei der Sparkasse Pfaffenhofen.- Norbert Lienhardt, Vorstandsvorsitzender

Dafür und für die beiden informationsreichen Vorträge gab es am Ende kräftigen Applaus, ehe man den Abend gemütlich ausklingen ließ. Ein besonderer Dank ging auch an die Organisatorin der Veranstaltung, Melanie Haslinger.

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