investitionen & nachhaltigkeit

Pro Jahr 100.000 Euro Stromkosten und 150 Tonnen Kohlendioxid weniger

klimaschutzpreis_3
Rund 100.000 Euro geringere Energiekosten pro Jahr und rund 150 Tonnen weniger CO2-Ausstoß: Alle Erwartungen übertroffen haben die Auswirkungen der energetischen Sanierung des Gebäudes der Hauptstelle in Pfaffenhofen. Foto: Manfred Hailer

Sparkasse Pfaffenhofen bewirbt sich um Klimaschutzpreis der Stadt

Jetzt ist es offiziell: Die Sparkasse bewirbt sich in der Kategorie „Unternehmerisches Engagement“ für den Klimaschutzpreis der Stadt Pfaffenhofen. Den letzten Anstoß gab eine mehr als erfreuliche Bilanz – in diesem Fall nicht finanztechnischer sondern energietechnischer Art: Alle Erwartungen übertroffen haben die Auswirkungen der energetischen Sanierung des Gebäudes der Hauptstelle in Pfaffenhofen in den letzten gut zwei Jahren. Die jährlichen Energiekosten konnten so um rund 100.000 Euro gesenkt und damit halbiert werden. Der CO2-Ausstoß verringerte sich um rund 150 Tonnen im Jahr.

„Wir stellen uns der Verantwortung für Klimaschutz und Ressourcenschonung, und zwar aktiv .“- Norbert Lienhardt, Vorstandsvorsitzender

Die Bekanntgabe der Bewerbung und der Energiebilanz erfolgte im Rahmen eines Pressegesprächs mit Vertretern der regionalen Medien. Zu Wochenbeginn wurden die Bewerbungsunterlagen an die Stadtverwaltung verschickt. Klimaschutz geht alle an: So lautet die Botschaft des Klimaschutzpreises der Stadt. Bei der Sparkasse Pfaffenhofen ist sie schon lange angekommen. Eine Aussage, die mit Zahlen und Fakten belegt ist: Rund 1,2 Mio. Euro hat die Sparkasse in die energetische Sanierung des 1974 erbauten Hauptgebäudes investiert. Es wurde ein Bündel von Einzelmaßnahmen umgesetzt, die in der Bewerbung für den Klimaschutzpreis detailliert erläutert sind.

Ein besonders heikles Thema: die Erneuerung der alten Fenster, mehr als 350 an der Zahl. Eine Maßnahme, die man schon länger aufgeschoben und auch bei der Gebäudesanierung in den Jahren von 1994 bis 1996 zurückgestellt hatte. Gründe waren die immensen Kosten und die massive Beeinträchtigung des laufenden Geschäftsbetriebs bei einem Austausch der Fenster mit herkömmlicher Technik.

Verblüffend einfach - einfach genial ...

Doch dann hatte der Leiter der Hausverwaltung bei der Sparkasse, Konrad Schretzlmeier, die geniale Idee. Und in der Firma Gebr. Fink (Metallbau, Projektbau), Münchsmünster, fand er den richtigen Partner für die Entwicklung eines innovativen Systems nach einem verblüffend einfachen Grundprinzip. In wenigen Worten erklärt: kein Ausbau der alten Fensterrahmen, Überdeckung durch neue Rahmen, Einbau neuer Fensterflügel, Isolierung der verbleibenden Konstruktion, Beseitigung von Kältebrücken.

„Damit haben wir nicht nur selbst viel Geld gespart, sondern zugleich die Rolle des Innovationsträgers übernommen. Und die Firma Fink als heimisches Unternehmen hat nun eine erstklassige Referenz.“- Norbert Lienhardt

Zunächst wurden vier Musterfenster angefertigt und die Berechnungen des Architekturbüros Eichenseher ergaben: Bei Funktionalität, Sicherheit und Wirkungsgrad gibt es gegenüber der herkömmlichen Bauweise keinerlei Nachteile. Aus wirtschaftlicher Sicht aber erhebliche Vorteile: Es mussten keine Wände und Decken geöffnet werden, viele vorhandene Bauteile (Sonnenschutz außen, Fensterbänke innen, Vorhang- und Lamellenschienen, Kabelkanäle etc.) konnten erhalten und die Beeinträchtigungen für den laufenden Geschäftsbetrieb auf ein Minimum reduziert werden.

Weitere Maßnahmen im Zuge der energetischen Sanierung waren: Umrüstung der Leuchtmittel auf LED (an rund 600 Neonröhren und etwa 300 Spots), Optimierung der Laufzeiten der Lüftungsanlagen (Anpassung an tatsächliche Nutzungsdauer), Einbau eines Blockheizkraftwerks zur Doppelnutzung der Primärenergie Erdgas (dadurch Eigendeckung von 65 bis 70 % des Strombedarfs sowie 50 bis 60 % des Wärmebedarfs), Umstellung der Kälteversorgung. In Planung ist außerdem eine Photovoltaikanlage, um den Anteil des selbst erzeugten Stroms weiter zu erhöhen.

„Wir schließen keine Geschäftsstelle und stellen Personal neu ein. Wir investieren, wo andere sparen und abbauen ...“- Stefan Maier, Vorstandsmitglied

Das Thema Nachhaltigkeit wird auch weiterhin auf der Agenda der Sparkasse Pfaffenhofen ganz oben stehen. Weitere Maßnahmen sind hier in der Pipeline, wobei Nachhaltigkeit aber mehr als Klima- und Ressourcenschutz einschließt. Dazu gehören für die Sparkasse auch die Sicherung von Arbeitsplätzen, Vor-Ort-Kundenservice und weitere Investitionen. So auch in Verbindung mit der Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen“, zu der die Sparkasse aktiv beitragen wird. Nähere Informationen dazu kündigten die beiden Vorstände für die nächsten Wochen an.

Pressespiegel: