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Die Natur beobachten und dokumentieren

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Überreichung des symbolischen Spendenschecks für den phänologischen Kalender 2017/18 (von links): Heinz Huber und Bernhard Engelhard vom Kreisverband für Gartenbau, Ingrid Stocker, stellv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfaffenhofen, Christian Schreyer, Fachberater für Umwelterziehung, und Schulrat Josef Steinberger. Foto: Manfred Hailer

Sparkasse finanziert Phänologischen Kalender für Drittklässler im Landkreis

Abläufe in der Natur kann man nicht in Terminpläne zwängen, aber man kann sie beobachten und Schlüsse daraus ziehen. Genau dies ist die Intension des Phänologischen Kalenders, der vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege erstellt und zusammen mit dem Schulamt an die Schulen verteilt wurde. Möglich gemacht hat diese auch heuer eine Spende der Sparkasse Pfaffenhofen über 1000 Euro. Den symbolischen Scheck überreichte stellvertretendes Vorstandsmitglied Ingrid Stocker.

Im Unterschied zu den kalendarischen Jahreszeiten sind die phänologischen Jahreszeiten von Entwicklungen in der Natur abhängig, welche ausgelöst durch Klima und Witterung jedes Jahr zu unterschiedlichen Terminen einsetzen. Aus diesem Grund wurden jeder phänologischen Jahreszeit so genannte „Zeigerpflanzen“ zugeordnet. So kennzeichnet beispielsweise die Apfelblüte den Beginn des Vollfrühlings. Innerhalb des Landkreises kann der Beginn einer phänologischen Jahreszeit teilweise um 14 Tage und mehr schwanken.

Dank der Geldspende der Sparkasse an den Kreisgartenbauverein konnte der Phänologische Kalender auch in diesem Schuljahr wieder an alle Drittklässler des Landkreises ausgeteilt werden. So wurden neben großen Kalendern für die Klassenzimmer über 1000 Schülerkalender ausgegeben. Auch bei der letztjährigen Gartenschau in Pfaffenhofen konnten über 1000 Kalender an interessierte Bürger verteilt werden.

Projekt dient auch der Klimaforschung


Der Phänologische Kalender hilft bei der Erfassung von Klimadaten und den daraus resultierenden Veränderungen in der Pflanzenwelt aufgrund der klimatischen Erwärmung. Die Schüler tragen hierbei regelmäßig unter Anleitung der Lehrkraft zu einer bestimmten Tageszeit die Außentemperatur ein. Darüber hinaus werden in der Natur Beobachtungen angestellt, wann welche Zeigerpflanzen blühen. Am Ende eines jeden Schuljahres werden die Kalender durch das Staatliche Schulamt wieder eingesammelt und an den Kreisverband für Gartenbau und Landespflege übergeben. Dort werden die Kalender ausgewertet und die durch die Schüler erhobenen Daten gesammelt. So dient dieses Projekt auch der Klimaforschung.

Christian Schreyer, Fachberater für Umweltbildung, sieht den hohen pädagogischen Wert des Kalenders vor allem darin, dass die Schüler für wichtige Vorgänge in der Natur sowie für die Tier- und Pflanzenwelt unserer Heimat sensibilisiert werden.

Dies ist von unschätzbarer Wichtigkeit, da vielen Kindern und Jugendlichen heute Primärerfahrungen in der Natur fehlen. Auf diesem Weg erhalten die Kinder noch einmal mehr die Möglichkeit, sich mit der Flora und Fauna unserer Heimat auseinanderzusetzen. Denn nur was wir kennen das schätzen – und schützen wir.- Christian Schreyer, Fachberater für Umweltbildung
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