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Als „Eigengewächs“ bis zum Vorstand: Stefan Maier verabschiedet

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Wechsel an der Seite des Vorstandsvorsitzenden Norbert Lienhardt (rechts): Stefan Maier (Mitte) geht am 30.06.2019 als Vorstandsmitglied in Ruhestand und Tino Müller (links) nimmt künftig seinen Platz ein. Foto: Manfred Hailer (alle Bilder)
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Fast 45 Jahre im Dienst der Sparkasse – Tino Müller als Nachfolger offiziell eingeführt

Menschlich, heimatverbunden, kundennah: Das sind Werte, die Selbstverständnis und Philosophie der Sparkasse entscheidend prägen. Stefan Maier hat sie sein ganzes, fast 45-jähriges Berufsleben lang vorbildlich verkörpert. Seine berufliche Laufbahn führte ihn als „Eigengewächs“ bis in den Vorstand der Sparkasse Pfaffenhofen. Jetzt wurde der 64-Jährige offiziell in den Ruhestand zum 30.06.2019 verabschiedet – natürlich nicht ohne eine angemessene Würdigung seiner Arbeit und seiner großen Verdienste. Gleichzeitig erfolgte der „Stabwechsel“ an seinen Nachfolger Tino Müller (50). Auf Maier folgt Müller: Die sehr gängigen Familiennamen sind nicht die einzige Parallele zwischen dem scheidenden und dem neuen Vorstandsmitglied, denn auch Tino Müller hob in seiner „Antrittsrede“ die menschliche Komponente besonders hervor.

Natürlich mischt sich in einen Abschied nach so langer Zeit stets auch der eine oder andere Tropfen Wehmut. Doch noch mehr war das Klima der Feier im Casino der Sparkasse von guter Laune und Freude geprägt – über das Erreichte und auf den kommenden Ruhestand, in dem Stefan Maier nun mehr Zeit für Dinge haben wird, die in der Vergangenheit vielleicht zu kurz gekommen sind. Und dafür wünschten ihm alle Redner von Herzen alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit.

Die Verabschiedung des 64-Jährigen erfolgte im Kreise der Verwaltungs- und Verbandsräte, der Führungskräfte der Sparkasse Pfaffenhofen und der beiden „Altvorstände“ Hans Koziel und Bernd Seidl. Allesamt „Vertraute“ von Stefan Maier, wie Vorstandsvorsitzender Norbert Lienhardt eingangs feststellte.

Wenn man auf fast 45 erfüllte und erfolgreiche Berufsjahre zurückblicken darf, dann zeugt es von großer Wertschätzung, wenn so viele Wegbegleiter in einer vertrauten Runde dies würdigen und feiern. Vertrauen zu haben und vertrauen zu können, ist ein ganz besonderes Geschenk im Leben.- Norbert Lienhardt, Vorstandsvorsitzender

Apropos Klima und Bilderbuchwetter: Man könne sich kein schöneres Wetter zum Abschied wünschen und auch Stefan Maier habe bei der Sparkasse Pfaffenhofen eine wahre Bilderbuch-Karriere hingelegt. Die aktuelle Hitze und die zunehmenden extremen Klimaereignisse, so Sparkassen-Chef Norbert Lienhardt, passten auch zu den völlig überhitzten Kapitalmärkten und zum heutigen Klima in Wirtschaft und Gesellschaft – mit einer „unsäglichen Kompromisformel“, die leider immer mehr den Umgang miteinander bestimme: entweder ... oder.

Was das mit Stefan Maier zu tun hat und wie er den 64-Jährigen über 20 Jahre lang als Kollegen erlebt hat, der von einem durch und durch „wohlwollenden Menschenbild“ geleitet wird, beschrieb Norbert Lienhardt so:

Stefan Maier hat immer einen kühlen Kopf behalten. Ihn hat nichts so leicht aus der Ruhe und schon gar nicht ins Schwitzen gebracht. Er hat stets mit Gelassenheit und humorvoll-konstruktiven Antworten reagiert, Gespräche lösungs- und kompromissorientiert geführt. Ich danke dir, lieber Stefan, für deine offene und ehrliche Art. Wir hatten eine spannende und verdammt gute Zeit miteinander. Ich wusste immer: Auf dich ist Verlass und du bist zur Stelle, wenn man dich braucht.- Norbert Lienhardt

Seine Worte untermauerte Norbert Lienhardt zum Schluss mit einer herzlichen Umarmung von Stefan Maier.

Der Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Martin Wolf würdigte den 64-Jährigen anschließend als Sparkassen-Mann mit Leib und Seele. Dazu ließ er auch noch einmal kurz die wichtigsten Stationen der beruflichen Laufbahn von Stefan Maier Revue passieren.

Sie haben einen großen Teil Ihres bisherigen Lebens für die Sparkasse Pfaffenhofen gelebt. Dazu gehörte jede Menge Fachwissen, Tatkraft, Ausdauer und die Liebe zur Sache. Sie haben Ihre Aufgabe mit großer Energie, Hingabe, Sachverstand und Umsicht gemeistert.- Martin Wolf, Verwaltungsratsvorsitzender und Landrat

Ein Berufsleben für die Sparkasse: Stefan Maier

Stefan Maier absolvierte von 1975 bis 1977 bereits seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Pfaffenhofen. Seine berufliche Laufbahn begann als Sachbearbeiter im Vorstandssekretariat, dessen Leitung er zum 01.06.1997 übernahm. Zuvor war er seit 01.01.1989 Leiter für Aus- und Fortbildung. Als Abteilungsleiter Vorstandssekretariat kümmerte er sich vor allem um die Bereiche Grundsatzfragen, Personal und Personalentwicklung.

Am 01.01.2000 wurde Stefan Maier zum stellvertretenden Vorstandsmitglied berufen, seit 01.08.2008 gehörte er dem zweiköpfigen Vorstand der Sparkasse Pfaffenhofen an. Weitere wichtige berufliche Tätigkeiten: seit 1984 Dozent an der Sparkassenakademie Bayern, seit 1986 Vorsitzender im Prüfungsausschuss Bankkaufmann der IHK für München und Oberbayern, seit 1988 Trainer und Prüfer Kundenberaterlehrgang für den Sparkassenverband Bayern.

Nicht unerwähnt ließ der VWR-Vorsitzende Martin Wolf das vielseitige ehrenamtliche Engagement von Stefan Maier beim Obst- und Gartenbauverein Rohr/Gambach als 1. Vorsitzender (bereits seit 1991), als Mitglied des Rohrbacher Gemeinderates (1992 bis 2014) und beim Kreisverband Pfaffenhofen des Bayerischen Roten Kreuzes (von 1997 bis 2017 Schatzmeister und seither 1. Vorsitzender).

„Man hat bei Ihnen stets gespürt, dass Ihnen Ihre Mitmenschen wichtig sind, dass Sie gerne mit Ihnen zusammenarbeiten, dass sie Ihnen am Herzen liegen.“- Martin Wolf

Nur wer gerne mit Menschen zusammenarbeite, so Wolf, könne solche Ämter erfolgreich und mit Freude ausfüllen. Und so sei auch die berufliche Laufbahn von Stefan Maier durch die Nähe zu den Menschen geprägt gewesen.

Abschließend sprach er Stefan Maier öffentliche Anerkennung und herzlichen Dank für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit aus – und für fast 45 Jahre Dienst für die Sparkassenfamilie, davon 11 Jahre als Vorstandsmitglied. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er Stefan Maier unter anderem einen Landkreisteller. Bei Erna Maier bedankte sich Wolf mit einem Blumenstrauß dafür, „dass Sie für die Arbeit und die zahlreichen Verpflichtungen Ihres Mannes so viel Verständnis aufgebracht haben.“

„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Ja, es ist soweit, dass es für uns heißt: Auf Wiedersehn, lieber Vorstand Maier.“- Judith Gruber, ZMU-Abteilungsleiterin

Im Namen der Führungskräfte bedankte sich Judith Gruber, Abteilungsleiterin Zentrale Marktunterstützung, bei Stefan Maier – so wie man es von ihr kennt mit launigen Worten und mit so mancher Insiderinformation. Als Geschenk der Kolleginnen und Kollegen überreichte sie dem Neu-Ruheständler „eine Kiste voll Zeit“.

Ganz im Zeichen des hintersinnigen Humors stand auch die nächste „Rede“. Als Überraschungsgast für den Kabarett-Fan Stefan Maier war Florian Erdle verpflichtet worden – neben seinem Hauptberuf als Jurist bei der Stadt Pfaffenhofen auch bekannt und „gefürchtet“ als scharfzüngiger Humorist bzw. Kabarettist. In seiner unnachahmlichen Art schoss er seine kabarettistischen Pfeile wortgewandt in Richtung Kommunalpolitik und Sparkasse ab – und traf dabei immer wieder auch den „Schmuttermayr der Sparkasse“, wie er Stefan Maier nannte, zum Beispiel in Bezug auf dessen nicht sehr ausgeprägte technische Affinität.











Der 64-Jährige hatte trotzdem eine Riesenfreude an dem Auftritt und natürlich gebührte ihm danach der „Schlussakkord“ der Abschiedsfeier. Er zeigte sich als kein großer Freund von übertriebenen Abschieds- und Lobeshymnen, bei denen oft zu viel des Guten erwähnt werde und manchmal unter den Tisch falle, wie jemand wirklich war. Trotzdem gab er zu:

Herr Landrat, Herr Lienhardt, Ihre Worte und die persönliche und wertschätzende Würdigung meiner Arbeit haben mich aber sehr gefreut und gutgetan.- Stefan Maier, scheidendes Vorstandsmitglied
„Wir stehen zu unserem Landkreis und zu unseren Kunden. Genau dies unterscheidet uns von vielen anderen Banken. Ich bin stolz, ein Sparkassler zu sein!“- Stefan Maier

Warum er fast 45 Jahre bei der Sparkasse war? Dazu fielen Stefan Maier in seiner Rückschau sofort zwei Gründe ein. Erstens weil unser Landkreis und unsere Bürger ohne die Sparkasse ärmer wären, „weil wir uns wirklich um unsere Kunden kümmern und ihre Interessen im Fokus haben“. Zweitens die große Befriedigung über die Entwicklung und den Erfolg unserer Sparkasse in den letzten Jahrzehnten, die immer nur im Team möglich und nie das Werk eines Einzelnen sei.

Für beste Unterhaltung sorgte der 64-Jährige noch mit einer Anekdote aus seinen frühen Berufsjahren, und zwar von einem Vorfall, der seine Karriere um ein Haar schon früh hätte scheitern lassen, wie er humorvoll anmerkte. Perfekt anknüpfend an die vorherige Anspielung von Florian Erdle hinsichtlich Stefan Maier und Technik.

Zum Abschied sprach er dann allen Weggefährten über die langen Jahre, vereint durch die gemeinsame Sache, seinen tiefen Dank aus – von Verbandsversammlung und Verwaltungsrat über die Führungskräfte bis zu allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ganz besonders natürlich seinen Vorstandskollegen Norbert Lienhardt und seinem Mentor Alt-VV Hans Koziel. Und nicht zuletzt seiner Frau Erna, die ihn von Anfang an unterstützt und ihm die ganze Zeit den Rücken freigehalten habe.

Was bleibt zum Schluss? Große Dankbarkeit für die schöne Zeit, ein klein wenig Wehmut und Stolz auf das von uns gemeinsam Geleistete. Um es mit Wilhelm von Humboldt zu sagen: Im Grund sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. In diesem Sinne freue ich mich auf meinen Ruhestand und auf meinen neuen Lebensabschnitt, den ich genießen will.- Stefan Maier

Ein wenig gerührt und in bekannter Bescheidenheit nahm Stefan Maier anschließend noch den lauten und lange anhaltenden Applaus der Anwesenden entgegen.

Die Idealbesetzung: Tino Müller


Wie so oft: Eine Ära – die von Stefan Maier als Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfaffenhofen – geht zu Ende und eine neue – die von Tino Müller als sein Nachfolger – beginnt. Sowohl Vorstandsvorsitzender Norbert Lienhardt wie auch Verwaltungsratschef Landrat Martin Wolf zeigten sich überzeugt, dass der 50-Jährige die Idealbesetzung als zweites Vorstandsmitglied ist: Der richtige Mann am richtigen Platz, der schon jetzt bei der Sparkasse Pfaffenhofen nicht mehr wegzudenken ist. Und der das Zeug hat, die großen Fußstapfen von Stefan Maier auszufüllen.

Sparkassenchef Norbert Lienhardt bezeichnete ihn als „echten Sparkassen-Triathleten“:

  • Disziplin Nummer 1: Ein Sparkassen-Kaufmann, der das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt hat und alle Qualitäten eines erfolgreichen Vertriebsmannes mitbringt.
  • Disziplin Nummer 2: Prüfer unserer Sparkasse, der nicht nur alle Winkel und Ecken unserer Sparkasse durchleuchtet, sondern auch viele Mitarbeiter/-innen während seiner Tätigkeit kennengelernt hat. Und der mit seinen fachlichen und menschlichen Qualitäten einen nachhaltigen Eindruck nicht nur beim Vorstandsvorsitzenden hinterlassen hat.
  • Disziplin Nummer 3: Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene 18-monatige Einarbeitungszeit, in der sich alle Hoffnungen für beide Seiten erfüllt haben.
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen im Vorstandsteam und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit unserer Führungsmannschaft einiges bewegen werden.- Norbert Lienhardt

Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich glücklich, Tino Müller mit an Bord zu haben. An Ulrike Müller, die Ehefrau seines neuen Vorstandskollegen, überreichte Norbert Lienhardt noch einen Blumenstrauß. Zum Dank dafür, dass sie, wie er vermutete, die Entscheidung ihres Mannes für die Sparkasse Pfaffenhofen positiv unterstützt hat.

Das neue Vorstandsmitglied Tino Müller: Kurze Vita

Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Aichach von 1985 bis 1988 war Tino Müller bei mehreren Sparkassen in unterschiedlichen Bereichen und leitenden Positionen tätig. Dabei konnte er vielfältige Erfahrungen sammeln und Kompetenzen aufbauen – so vor allem auch im Privatkunden-, Firmenkunden- und Kreditgeschäft. Daneben absolvierte er unter anderem ein Studium der Betriebswirtschaft.

Von 2002 bis 2017 war Tino Müller als Verbandsprüfer im Außendienst bei der Prüfungsstelle des Sparkassenverbands Bayern tätig. Zum 01.01.2018 wechselte er als Bereichsleiter Kredit zur Sparkasse Pfaffenhofen und zum 01.07.2019 rückt er nun in den Vorstand auf. Die Sparkasse Pfaffenhofen holt sich mit ihm außerdem einen ausgewiesenen Experten für Regulatorik und Aufsichtsrecht an Bord. Tino Müller ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. In seiner Freizeit ist er vielseitig sportlich aktiv und Oldtimer-Liebhaber.

Dass die Chemie zwischen ihm und der Sparkasse Pfaffenhofen von der ersten Minute an gestimmt hat, konnte auch Tino Müller nur bestätigen. Und das nicht erst seit er zum 01.01.2018 seinen Posten als Bereichsleiter Kredit angetreten hat. Neben den fachlichen Gründen habe gerade der menschliche Aspekt seine Entscheidung für die Sparkasse Pfaffenhofen wesentlich beeinflusst.

Bereits während meiner Prüfertätigkeit haben mich das hohe Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Pfaffenhofen, der gute Geist des Hauses und der menschliche Umgang miteinander sehr beeindruckt.- Tino Müller, neues Vorstandsmitglied
„Jede Herausforderung bietet aber auch Chancen. Lassen Sie uns kollegial um die besten Lösungen ringen.“- Tino Müller

Neben weiteren Informationen zu seiner Person warf Tino Müller bei seiner Antrittsrede auch einen kritischen Blick auf die heutigen Finanzmärkte. Man erlebe eine Zeit – Stichwort Niedrigzinsphase – mit ganz neuen Problemen, zu deren Lösung sich in den Lehrbüchern keine Hinweise finden ließen, und mit einem Marktumfeld, das völliges Neuland sei. Die Sparkasse Pfaffenhofen sei aber in jeder Hinsicht so gut aufgestellt, dass ihm um ihre Zukunft nicht bange sei. Er freue sich darauf, so der 50-Jährige, seinen Beitrag für eine weiter erfolgreiche Zukunft leisten zu dürfen.

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